Mexiko / Zentrales Mexiko / Veracruz
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Montag, 21. August 2017

Kaffee, Erdöl und nette Menschen

Der Bundesstaat Veracruz an der Golfküste Mexikos ist sicher einer der viel­fältigsten Bundes­staaten Mexikos. Die gleich­namige Hafen­stadt Veracruz, auch Veracruz Puerto genannt, besticht mit der kilo­meter­langen Hafen­promenade genauso wie mit den stets freund­lichen Menschen, die keine Feier auslassen.

Das alte Fort am Ausgang des Hafens zeugt noch heute von der Wichtig­keit der Stadt als Import- und Export­metropole an der Ost­küste Mexikos.

El Tajín dagegen ist ein wahres Juwel archäo­logischer Bau­kunst. Vielleicht ist es ein Glück, dass diese eher unbekannte archäo­logische Zone nicht auf der Haupt­reise­route ausländischer Touristen liegt, sonst wäre sie sicher so über­füllt wie ihre bekannteren Kollegen Chichén-Itzá und Uxmal. Die Haupt­stadt der Totonaken wurde wahr­schein­lich im ersten Jahr­hundert nach Christus gegründet und ist dem Göttern des Windes - Huracán - und der Blitze - Tajín - geweiht. Nach einer Blüte­zeit im 8. Jahr­hundert wurde die Stadt im Jahr 1200 nach Christus verlassen. Neben der Nischen­pyramide mit 365 Nischen entsprechend dem Sonnen­jahr, ist El Tajín insbesondere für die Voladores bekannt, ein Frucht­barkeits­ritual der Totonaken. Dabei symboli­sieren fünf Männer die Sonne und die vier Winde und lassen sich kopf­über an Seilen - befestigt an einem mehr als 26 m langen Baum­stamm - langsam auf die Erde herab. Die mutigen Jüng­linge tragen dabei ihre typische rot weiße Tracht.

Das archäologische Museum von Xalapa mit Schwer­punkt auf den prä­kolumbischen Kulturen entlang der Golf­küste - insbesondere der der Olmeken - gilt als das zweit­wichtigste Museum Mexikos. Die moderne, zeit­lose Architektur des Museums bietet den einmaligen Exponaten eine perfekte Kulisse.